BSG Berliner Schule für Gesundheit  

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BSG - Qualität im Gesundheitswesen


Übersicht:
Einstieg / Selbststudium
Gesundheitssystem und Gesundheitsökonomie
Individuelle Beratung in Kleingruppen
Leistungssteigerung, Betriebswirtschaft und Controlling
Management und Organisation in Gesundheitseinrichtungen
Methodisch-didaktische Orientierung
Organisation, Management und Veränderungsmanagement
Organisationsentwicklung
Präsentation, Moderation und Gesprächsführung
Praxisprojekte
Praxisreflexionsseminare
Prüfung - Form und Umfang
Qualitätsmanagement
Schriftliche Projektarbeit
Selbsterfahrung
Startveranstaltung
Strategisches Management
Theorie- und Methodenseminare
Zertifikat und Berufsbezeichnung
Zugangsvoraussetzungen

Einstieg / Selbststudium
Vor dem Start der Lehrgänge erhalten die TeilnehmerInnen Unterlagen zum Einstieg / Selbststudium. Diese sind innerhalb vorgegebener Zeiträume zu bearbeiten und per Post oder E-Mail an das Lehrgangssekretariat zu senden. Die Lerninhalte und die dazugehörigen Lernzielkontrollen sind inhaltlich gegliedert und in sich abgeschlossen.

Das Ziel des Selbststudiums ist eine intensive und einheitliche Vorbereitung aller TeilnehmerInnen auf die folgenden Seminarblöcke.

       
Gesundheitssystem und Gesundheitsökonomie

Im Seminar werden die Grundzüge ökonomischer Theorie dargestellt und auf die Fragestellungen und Probleme des Gesundheitssystems angewandt. Die Teilnehmer werden dadurch in die Lage versetzt ökonomische Modelle auf Probleme der Gesundheitspolitik anzuwenden und die laufende Diskussion über eine Reform des Gesundheitssystems mitzugestalten.

Seminarinhalte:·
  • Kenntnisse über die wichtigsten Steuerungselemente im Gesundheitssystem und deren Zusammenwirken.
  • Verstehen, wie ökonomische Modelle und Theorien im Gesundheitsbereich angewandt werden.
  • Kenntnisse über den Einsatz von strategischem Management zur Koordination von Kooperation und Spezialisierung und zur Schaffung von Synergieeffekten im Versorgungsbereich.
  • Kenntnisse über die Funktion von Anreizsystemen und den Aufbau entsprechender Reformansätze im Gesundheitswesen.
  • Kenntnisse über die gesetzlichen Grundlagen und Rollen der Körperschaften und Verwaltungs- und Selbstverwaltungsorgane in der Gesundheitspolitik.
       
Individuelle Beratung in Kleingruppen
Die individuelle Beratung in Kleingruppen dient der fachlichen und prozessorientierten Begleitung und Unterstützung eines Praxisprojektes. Im Mittelpunkt steht die individuelle Reflexion der Eindrücke und Erfahrungen der TeilnehmerInnen im Verlaufe des Projektes. Dabei stehen die Rollen der Prozessberater und Moderatoren einerseits und andererseits die der Fachberater im Qualitäts- und Veränderungsmanagement sowie der Führungskräfte im Vordergrund. (Näheres regelt der Leitfaden Beratung in Kleingruppen)        
Leistungssteigerung, Betriebswirtschaft und Controlling
Seminarinhalte:
  • Wissen über die strategische Funktion und die Realisierung von medizinischer Leistungsplanung und -steuerung.
  • Inhaltliches und methodisches Wissen zu den Dimensionen des Qualitätsbegriffs und den Modellen des Qualitätsmanagements.
  • Wissen über die Möglichkeiten zur Messung von Outcome-Qualität und Etablierung von Benchmarking im Gesundheitsbereich.
  • Kenntnisse über den Aufbau und die Umsetzung von Benchmarking.
  • Kenntnisse über medizinische Ablaufplanung und medizinisches Controlling.
  • Kenntnisse der Betriebswirtschaft und der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Systeme in Gesundheitseinrichtungen als Grundlage für gemeinsame Entscheidungen im Rahmen der gesamten Klinikleitung.
  • Kenntnisse über Funktionen und Realisierung von Kostenrechnungssysteme.
       
Management und Organisation in Gesundheitseinrichtungen
Seminarinhalte:
  • Welche Grundmodelle der strukturellen Organisationsgestaltung gibt es?
  • Krankenhäuser sind hochgradig leistungsfähig und merkwürdig unmodern.
  • Was sind Organisationen im Allgemeinen und Krankenhäuser im Speziellen?
  • Warum machen sich kluge Leute mitunter so wenig intelligente Organisationsstrukturen?
  • Sind soziale Systeme wie Organisationen überhaupt steuerbar?
  • Können Organisationen hochkomplexe Umwelten "managen"?
  • Neuere Antwortversuche: prozessorientierte und netzwerkartige Organisationsstrukturen.
  • Das missing Link zwischen Super-Strategien und der Umsetzung: Strategiecontrolling mittels Balanced Scorecard.
       
Methodisch-didaktische Orientierung
Folgende Aspekte sind als wesentlich zu betrachten:
  • Berufsbegleitende Weiterbildung durch die Möglichkeit der Umsetzung des Erlernten in der eigenen beruflichen Praxis während der Lehrgänge und der Reflexion dieser Anwendungserfahrungen im Rahmen der Lehrgänge.
  • Nutzung der beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse sowie der Berufsgruppenvielfalt der TeilnehmerInnen.
  • Integration von Theorie und Praxis durch anwendungsbezogene Vermittlung der verschiedenen Instrumentarien, indem die theoretischen Inhalte auf die praktischen Erfahrungen der TeilnehmerInnen bezogen werden.
  • Hohes Maß an eigenständigem Zugang zu den erforderlichen Inhalten durch Kleingruppenarbeit und durch die selbständige Durchführung eines Praxisprojekts.

Der didaktische Aufbau der Lehrgänge zielt auf die Ermöglichung individueller und persönlicher Lernerfahrungen. Die situationsangemessene Vermittlung des Lehrstoffes ist dabei von genau so großer Bedeutung wie der Austausch gewonnener Erkenntnisse und Erfahrungen mit und in der Gruppe. Theoretische Inhalte werden, ausgehend von Problemstellungen und Beispielen, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen aufgearbeitet. Methodische Instrumente werden zunächst in Gruppenarbeiten erprobt, bevor ihr Ansatz und ihre Ausführung analysiert und vertieft werden. Fragen und Anregungen der TeilnehmerInnen dienen als Ausgangsmaterial für die Gestaltung der Lehreinheiten.

Die individuell und eigenständig durchgeführten Praxisprojekte, die eine Grundlage für den Abschluss der einzelnen Lehrgänge darstellen, werden professionell von BeraterInnen begleitet und gemeinsam mit den übrigen TeilnehmerInnen in der Kleingruppe reflektiert. Die TeilnehmerInnen werden dazu ermutigt, auf ihr Entwicklungspotential zu vertrauen, um eigene Vorstellungen zu entwickeln und diese in ihrem Wirkungsbereich umsetzen zu können. Näheres regelt der „Leitfaden Praxisarbeit“.

       
Organisation, Management und Veränderungsmanagement
Seminarinhalte:
  • Verstehen, wie Gesundheitseinrichtungen aus organisationstheoretischer Sicht funktionieren.
  • Kenntnisse über die Aufgabe von Organisationen und ihre interne Funktions- und Entwicklungslogik.
  • Wissen über die unterschiedlichen Zugänge und Ansätze von Managementsystemen.
  • Verstehen der spezifischen Organisationsdynamik und Organisationskultur in unterschiedlichen Arbeitsfeldern.
  • Kenntnis der einzelnen Modelle für Veränderungsmanagement und über deren Zugänge und Ansätze.
       
Organisationsentwicklung
Seminarinhalte:
  • Was passiert, wenn in ein bestehendes soziales System interveniert wird?
  • Lernen, lernen lernen, lernen lernen lernen? Die Wissensspirale dreht sich auch ins Krankenhaus.
  • Wie organisationale Veränderung handhaben? Veränderungsprozesse - das unbekannte Wesen?
    Dabei wär es so einfach:
  • Auf wenige Faktoren kommt es an: Klare, strategische Ziele, klare Projektstruktur und -kommunikation, interne Promotoren und meistens auch externe Prozessbegleiter ...
  • Handlungsorientierung und Reflexion balancieren
       
Präsentation, Moderation und Gesprächsführung
Seminarinhalte:
  • Anforderungen an die Rolle des Moderators / der Moderatorin
  • Gruppendynamik und Interaktion Moderator/in - Gruppe
  • Das praktische Handwerkszeug in der Moderation
  • Regie und Dramaturgie in Gruppengesprächen
  • Stufenplanung längerer Gruppenarbeiten
  • Umgang mit Pannen und Störungen in der Moderation
  • Präsentation von Resultaten vor Publikum
  • Vor- und Nachteile verschiedener Präsentationsmedien
       
Praxisprojekte
Die Praxisprojekte umfassen die konkrete Durchführung eines konkreten Projektes in einer Gesundheitseinrichtung, dessen Schwerpunkt - je nach Lehrgang - in den Bereichen Qualitätsplanung oder -verbesserung, Veränderung in Organisationen, Führung und Controlling liegt. Dabei sollen das erlernte Wissen und die geübten Methoden aus den Lehrgängen individuell in der realen Situation angewandt werden und die Umsetzung in Bezug auf die eingesetzten Methoden und Instrumente sowie in Bezug auf das theoretisch Erlernte reflektiert und analysiert werden. (Näheres regelt der Leitfaden Praxisprojekte)        
Praxisreflexionsseminare
Die Praxisreflexionsseminare ermöglichen den LehrgangsteilnehmerInnen die gezielte Aufarbeitung praktischer Erfahrungen in ihrem Arbeits- und Projektumfeld auf der Basis theoriegeleiteter Modelle. Durch den Austausch verschiedenster Beobachtungsstandpunkte sollen neue Perspektiven für die Entwicklung alternativer Handlungskonzepte entstehen.        
Prüfung - Form und Umfang
Der erfolgreiche Abschluss der Lehrgänge "Qualitätsmanagement", "Veränderungsmanagement" und "Führung" baut auf der erfolgreichen Begutachtung der Hausarbeiten, einer positiven fachlichen Bewertung der schriftlichen Projektarbeit am Ende des jeweiligen Lehrganges und einer positiven Beurteilung des Abschlussreflexionsgesprächs auf. Die Hausarbeiten erfolgen über einzelne Inhalte der im Unterrichtsplan enthaltenen Seminare. Die Arbeiten werden von den jeweils zuständigen Fachreferenten beurteilt. (Näheres regelt der Leitfaden Projektarbeit, Hausarbeit und Abschlussreflexion.)
  • „ausgezeichnet bestanden"
  • „bestanden“
  • „nicht bestanden"
Für TeilnehmerInnen, die einmal mit „nicht bestanden“ beurteilt wurden, besteht die Möglichkeit, in Absprache mit der Prüfungskommission, innerhalb von 6 Monaten und nach Einreichen einer Überarbeitung der schriftlichen Projektarbeit ein zweites Abschlussreflexionsgespräch zu vereinbaren.

Die Beurteilung bzw. Begutachtung erfolgt durch die Mitglieder der Prüfungskommission.

       
Qualitätsmanagement
Seminarinhalte:
  • Einschätzung der strategischen Bedeutung des Faktors Qualität.
  • Differenziertes, inhaltliches und methodisches Wissen zu den unterschiedlichen Dimensionen des Qualitätsbegriffs im Gesundheitswesen.
  • Fundierte Kenntnisse über die unterschiedlichen Zugänge und Ansätze expliziter Qualitätskonzepte im Allgemeinen und speziell für den Gesundheitsbereich.
  • Kenntnisse über den Aufbau und die Struktur von Qualitätsmanagementsystemen.
  • Erfahrung im Umgang mit der Methodik und den Instrumenten der Qualitätsplanung, Qualitätsregelung, Qualitätsmessung, Qualitätsverbesserung und Qualitätspolitik.
  • Wissen über die methodische Abwicklung von Qualitätsverbesserungsprojekten und Qualitätsplanungsprojekten.
       
Schriftliche Projektarbeit
Die schriftliche Projektarbeit beinhaltet die schriftliche Ausarbeitung des Praxisprojektes. Dabei ist einerseits auf den methodischen Ablauf und andererseits auf die Zusammenhänge zwischen dem Projekt und dem Gesamtsystem der Organisation einzugehen, wobei unterschiedliche Perspektiven, wie sie im Lehrgang vermittelt wurden, Berücksichtigung finden sollen. (Näheres regelt der Leitfaden Schriftliche Projektarbeit)        
Selbsterfahrung
Qualitäts- und VeränderungsmanagerInnen, wie auch Führungskräfte, sind unter anderem interne oder externe Fach- und ProzessberaterInnen. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Professionen und machen im Laufe der Ausbildung in der Regel einen deutlichen Rollen- und Identitätswandel durch. Als Prozessberater sind sie auf die eigene Persönlichkeit als wesentliches Instrument angewiesen. Ziel der Selbsterfahrung ist die professionell begleitete Auseinandersetzung mit sich selbst im Gruppenkontext. Die Selbsterfahrung von 4 Tagen wird im Rahmen vorgegebener Qualitätskriterien extern absolviert. (Näheres regelt der Leitfaden Selbsterfahrung)        
Startveranstaltung
Lehhrgangscontracting

Bedeutung von Qualitätsmanagement im Wandel des Gesundheitswesens

Qualitätsmanagement im Spannungsfeld von Medizin und Ökonomie

Seminarinhalte:

  • Herausforderungen (Kostendruck, Angemessenheit, Integrationsanspruch)
  • Reformansätze (Gate Keeping, Disease Management, Managed Care)
  • Medizinische Leistungsentwicklung (-planung)
  • Standardisierung der medizinischen Leistungsprozesse (Clinical Pathways)
  • Patienten Empowerment
  • Medizinisches Fehlermanagement, Risk-Management
       
Strategisches Management
"Solange im Gesundheitssystem Unwirtschaftlichkeiten stecken, gibt es nicht eine Steuermark. Sonst passiert in diesem Haifischbecken gar nichts."
(Bundesfinanzminister Hans Eichel, Handelsblatt, 15. 04.02)
In einem besonderen Maße bekommt das Gesundheitswesen - im Gegensatz zu anderen Branchen - die Auswirkungen leerer Staatskassen zu spüren. Die Krankenhäuser werden zunehmend dem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Einführung von DRGs und vielen anderen Dingen verschärft den Druck zur Kostenreduzierung, was zur Folge hat, dass die Konkurrenz zwischen den Häusern immer größer wird. Strategien zu entwickeln, sich strategisch zu verhalten gehört heute zu den am häufigsten zu hörenden Redewendungen in der Praxis. Eine Strategie ist jedoch mehr als nur die Festlegung von Rendite-, Umsatz- und Kostenzielen! Sie definiert die Prinzipien, an denen sich Führungskräfte und Mitarbeiter in Unternehmen ausrichten können, um die Organisation gegenüber ihren Wettbewerbern zum Erfolg zu führen.

Seminarinhalte:

  • Was ist Strategisches Management?
  • Implementation des Strategischen Managements im Krankenhaus
  • Strategien für das Krankenhaus
       
Theorie- und Methodenseminare
Die Theorie- und Methodenseminare bauen auf den Inhalten des bereits absolvierten Selbststudiums auf und fokussieren jeweils unterschiedliche inhaltliche und methodische Schwerpunkte. Sie dienen der gemeinsamen Theoriebildung, ausgehend von Fallbeispielen der TeilnehmerInnen und ReferentInnen und gestützt auf Theorie-Inputs der ReferentInnen. Darüber hinaus bieten sie Gelegenheit, unterschiedliche Arbeitsperspektiven und Interventionsweisen von erfahrenen OrganisationsberaterInnen, GruppendynamikerInnen und SozialwissenschaftlerInnen praktisch kennen zu lernen und zu erproben.        
Zertifikat und Berufsbezeichnung
Der erfolgreiche Abschluss der Lehrgänge wird jeweils durch ein entsprechendes Zertifikat durch die Ärztekammer Berlin, die BALK und die KEP bescheinigt.

Der erfolgreiche Abschluss des Kombinationslehrgangs Qualitätsmanagement und Qualitätsveränderungsmanagement wird mit dem Zertifikat Qualitätsmanagerin / Qualitätsmanager im Gesundheitswesen der Ärztekammer Berlin bescheinigt.

       
Zugangsvoraussetzungen
Die Lehrgänge "Qualitätsmanagement" und "Veränderungsmanagement" wenden sich an InteressentInnen, die bereits Vorkenntnisse und Vorerfahrungen mitbringen und über praktische Erfahrungen im Gesundheitswesen oder theoretisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Problemstellungen im Gesundheitsbereich (z.B. Abschluss einer Diplomarbeit bzw. Dissertation) verfügen.        
   
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